Release der Woche: Black Sabbath – SABOTAGE Super Deluxe

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Release der Woche: Black Sabbath – SABOTAGE Super Deluxe

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Rechtliche Auseinandersetzungen

Es geht weiter in der Reihe der Super-Deluxe-Ausgaben der Black-Sabbath-Alben. Nach PARANOID und VOL. 4 ist nunmehr SABOTAGE an der Reihe. SABOTAGE ist irritierenderweise das Sabbath-Album unter den ersten sechs, das einen nicht so ausgezeichneten Leumund genießt. Völlig unverständlich und auch schwer falsch. Ozzy Osbourne, Tony Iommi, Geezer Butler und Bill Ward sind angefressen, als sie SABOTAGE in Angriff nehmen. Sie fühlen sich von ihrer damaligen Plattenfirma und ihrem ehemaligen Manager verschaukelt, gar sabotiert, daher auch der Albumtitel. In allem liegt aber auch eine Chance und so geht das Quartett in London und Brüssel zusammen mit Produzent Mike Butcher mit viel Frustration und Wut im Bauch ans Werk. Zwischendrin müssen sie sich immer wieder mit Anwälten treffen, die zehn Monate brauchen, um die Situation final zu klären.

Das lange experimentelle ›Megalomania‹, die beiden Heavy-Brecher ›Symptom Of The Universe‹ und ›Hole In The Sky‹ zählen zu den Tracks, bei denen Sabbath den ganzen Frust der vergangenen Monate rauslassen. Dem gegenüber stehen mit ›Thrill Of It All‹ und ›Am I Going Insane (Radio)‹ softere Experimente und die feurige Sound-Kollage ›Supertzar‹ entgegen. Als abschließendes Highlight verkündet das vorzügliche ›The Writ‹ die Zeile „Are you Satan, are you man“, verfasst von Ozzy anstelle des etatmäßigen Lyrikers der Band, Geezer Butler. Einer der besten Sabbath-Tracks im nicht gerade Höhepunkt-armen Sabbath-Kosmos. SABOTAGE ist keine Nuance schwächer als seine fünf streckenweise sehr berühmten Vorläufer.

Black Sabbath Sabotage Super Deluxe

Die essenzielle Fan-Beigabe dürfte neben einem gebundenen Buch eine rohe komplette Live-Show der „Sabotage“-Tour aus den USA sein. Von den 16 Tracks sind 13 bislang unveröffentlicht. Neben den üblichen Klassikern wie ›Black Sabbath‹, ›Paranoid‹, ›War Pigs‹, ›Iron Man‹ und ›Children Of The Grave‹, die die Band zwingend spielen muss, ist interessant, dass Sabbath nicht nur drei Tracks von SABOTAGE (›Hole In The Sky‹,›Megalomania‹ und ›Symptom Of The Universe‹), das erst wenige Tage auf dem Markt ist, in der Setlist haben, sondern mit ›Killing Yourself To Live‹, ›Sabbra Cadabra‹ und ›Spiral Architect‹ auch drei Nummern vom Vorgänger SABBATH BLOODY SABBATH, die man nur ganz selten live zu hören bekommt. SABOTAGE SUPER DELUXE gibt es als 4-fach-CD sowie als 4-LP-plus-7-Inch-Ausgabe. Dazu erhält man detaillierte Linernotes, die die Geschichte des Albums erzählen, Quotes der Bandmitglieder, rare Fotos und Presse-Ausschnitte aus jener Zeit, weiterhin ein Madison Square Garden Replika-Konzertbuch von 1975 sowie ein farbiges SABOTAGE-Tourposter.

Black Sabbath, SABOTAGE SUPER DELUXE, BMG/WARNER

10 von 10 Punkten

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