Mason Hill: Stecker raus, Stecker rein

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Mason Hill: Stecker raus, Stecker rein

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Manchmal dauert es einfach etwas länger, bis alles passt. Und das muss gar nicht unbedingt ein Nachteil sein. Ein gutes Beispiel dafür sind die aus Glasgow stammenden Mason Hill und ihr erst im mittlerweile achten Jahr ihres Bestehens zur Veröffentlichung kommendes Debütalbum AGAINST THE WALL.


„Eigentlich gibt es uns ja sogar noch viel länger“, lacht Gitarrist James Bird, der einzige Engländer unter lauter Schotten. „Ich bin damals mit 13 mit meiner Mutter aus der Nähe von Birmingham nach Glasgow umgezogen. Unser Sänger Scott war mein erster Freund in meiner neuen Schule und wir beschlossen, eine Band zu gründen.“ Scott Taylor lacht über die Erinnerung: „Ja, wenn man ganz streng ist, war das der Beginn von Mason Hill. Auch wenn wir damals versuchten, recht deftigen Metal mit Seventies-Prog-Kram zu mixen.“

Bei dem aktuellen Sound des Fünfers schimmern tatsächlich nur noch unterschwellig die Einflüsse ihrer frühen Helden Machine Head und Lamb Of God beziehungsweise Pink Floyd und Genesis durch. Vielmehr bewegt man sich mit seinen grandios eingängigen, aber niemals plump daherkommenden Rock-Nummern irgendwo zwischen US-Mega-Acts wie Alter Bridge und Foo Fighters sowie den aus ihrer Heimatstadt stammenden Biffy Clyro. „Ich würde uns als einen Classic-Rock-Act in einer modernen Welt beschreiben“, erklärt der Frontmann und trifft damit den Nagel auf den Kopf.

Aber warum hat es bei so viel Talent denn nun so lange gedauert, bis sie ihren ersten Longplayer an den Start bringen konnten? An Angeboten von Labels hatte es in den letzten Jahren jedenfalls nicht gemangelt. Zudem sind die in den mittleren Zwanzigern befindlichen Jungs ein großartiger Live-Act, der weit über 500 Shows in ganz Großbritannien gespielt hat. Darunter einige der großen Festivals auf der Insel, aber auch Support-Touren für Dan Reed Network oder Airbourne. „Vor zweieinhalb Jahren standen wir kurz davor, unseren Erstling einzuspielen. Wir hatten einen Deal und ich glaube sogar, dass das Studio bereits gebucht war“, erinnert sich James. „Defintiv. So war es“, weiß sein Kollege. „Aber irgendwie passte es damals nicht. Nicht mit dem Label, nicht mit dem Produzenten, mit dem wir arbeiten sollten. Und auch was unsere Songs betraf, waren wir irgendwie noch nicht so weit …“

„Eine Zeit lang waren wir am Boden zerstört und dachten sogar kurz ans Aufhören“, führt Scott den Gedanken schließlich fort. „Aber es war die absolut richtige Entscheidung, in der Situation den Stecker zu ziehen. Wenn ich mir unsere Demos von damals anhöre, bei denen ein paar der Songs vom AGAINST THE WALL bereits dabei waren, und diese mit unserem heutigen Material vergleiche, ist es fast als wäre das eine ganz andere Gruppe. Wir haben die Zeit genutzt und sind nicht nur als Musiker, sondern auch als Menschen gereift. Ich würde es genau so wieder machen.“

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