Ghost – MELIORA

-

Ghost – MELIORA

- Advertisment -

ghost melioraDie schwedischen Teufelsrocker geben sich so zugänglich wie nie zuvor.

Die Geheimniskrämerei um die Identität der namenlosen beziehungsweise sich hinter Pseudonymen versteckenden Musiker, ihre ausschweifenden Kostüme und Maskierungen, der theatralische Satanismus-Hokuspokus – die Schweden Ghost füttern clever die Hype-Maschine. Was ihnen große Aufmerksamkeit, aber auch einiges an Antipathie einbringt. Wer die Platten der Band allein aufgrund ihrer Außendarstellung und Vermarktung bisher ignoriert hat, verpasst auf künstlerischer Ebene allerdings einiges. Doch noch ist es nicht zu spät, denn das dritte Ghost-Album bietet die bisher beste Möglichkeit, den Einstieg in das Schaffen des Sechsers zu wagen. War sein mit klassischen Metal-, aber auch Düster- und Doom-Elementen versetzter, dabei durchaus anspruchsvoll konzipierter Hardrock doch noch nie so zugänglich wie hier. „Schuld“ daran dürfte die Mitarbeit von Klas Åhlund sein, der sich bisher als Produzent, aber auch als Komponist für Megastars wie Katy Perry, Madonna und Britney Spears einen Namen gemacht hat. Åhlund verpasst Ghost einen weit offeneren Sound als seine Vorgänger und hat die Gruppe anscheinend dazu angehalten, auch ihre Stücke klarer zu strukturieren. Die poppigeren Songs wie ›He Is‹ oder das gigantische, eindeutig vom 80er-Stadionsound inspirierte ›Deus In Absentia‹ profitieren davon ebenso wie das harte Material vom Schlage des bei der Gitarrenarbeit in Richtung früher Metallica tendierenden ›Mummy Dust‹ oder die ihrem Titel alle Ehre machende Breitwand-Hymne ›Majesty‹.

1 Kommentar

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Das Neueste

Transatlantic: Drei auf einen Streich

Mit dem randvollen Dreierpack THE ABSOLUTE UNIVERSE versucht die international besetzte Allstar-Truppe TRANSATLANTIC, der Flut ihrer überbordenden Kreativität Herr...

Phil Campbell & The Bastard Sons: Mit neuem Selbstvertrauen

Hätten Phil Campbell And The Bastard Sons 2017 schon gewusst, was sie drei Jahre später erwarten würde, hätten sie...

Tom Petty: Neues Video zu ›Drivin‘ To Georgia‹

Für Tom-Petty-Fans ist die heute auf schwarzem Vinyl erschienene Platte FINDING WILDFLOWERS (ALTERNATE VERSIONS) wohl ein absolutes Muss. Das...

Neuheiten: Ab heute im Plattenladen

Zwischen Solowerken, Sehnsüchten nach anderen Orten und ein bisschen Partystimmung ist alles vertreten, um ein bestmögliches, weiteres Pandemie-Wochenende entweder...
- Werbung -

Review: The Mighty Mighty Bosstones – WHEN GOD WAS GREAT

Gitarren und Bläser für die Tanzbeine Es gibt wohl keine Band, die harte Gitarren und Blasinstrumente besser zusammenbringt als The...

Review: Nancy Wilson – YOU AND ME

Solodebüt der Heart-Gitarristin Hat lange gedauert, bis Heart-Gitarristin und Teilzeitstimme Nancy Wilson es zu ihrem ersten Soloalbum gebracht hat (den...

Pflichtlektüre

Amplifier

Alleine ist besser. Denn dann stellt keiner Fragen. Außer...

Grand Magus – HAMMER OF THE NORTH

Der alte Heavy Metal und seine neuen Helden. Viel treffender...
- Advertisement -

Das könnte dir auch gefallen
Für dich empfohlen